Brennholzpreise

Die Preise für Brennholz schwanken je nach Holzart, Region und Jahreszeit erheblich. In Deutschland zahlen Verbraucher für einen Raummeter ofenfertiges Buchenholz durchschnittlich zwischen 80 und 120 Euro. Wer clever einkauft und die richtigen Bezugsquellen kennt, kann jedoch deutlich sparen. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über aktuelle Brennholzpreise, erklärt die wichtigsten Preisfaktoren und zeigt praktische Tipps zum günstigen Einkauf.

Brennholzpreise

Brennholz ist für viele Haushalte in Deutschland eine wichtige Wärmequelle. Ob im Kamin, Kachelofen oder in der Zentralheizung – die Nachfrage nach diesem natürlichen Brennstoff bleibt konstant hoch. Doch die Preise variieren stark und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Wer sich informiert und strategisch einkauft, kann die Heizkosten spürbar senken.

Welche Faktoren beeinflussen die Brennholzpreise?

Die Kosten für Brennholz werden von mehreren Aspekten bestimmt. Die Holzart spielt eine zentrale Rolle: Harthölzer wie Buche, Eiche oder Esche sind teurer als Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer, bieten aber einen höheren Heizwert und längere Brenndauer. Auch der Trocknungsgrad ist entscheidend – ofenfertiges, kamintrockenes Holz mit weniger als 20 Prozent Restfeuchte kostet mehr als frisch geschlagenes Holz. Regional gibt es ebenfalls Preisunterschiede: In waldreichen Gebieten ist Brennholz oft günstiger als in städtischen Ballungsräumen. Zudem steigen die Preise in den Herbst- und Wintermonaten, wenn die Nachfrage am höchsten ist.

Brennholzpreise Ratgeber: Welche Holzarten lohnen sich?

Bei der Wahl der Holzart sollten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Heizwert achten. Buchenholz gilt als Klassiker für Kamine und Öfen, da es gleichmäßig abbrennt und eine angenehme Wärme erzeugt. Eichenholz brennt noch länger, ist aber teurer und schwerer zu entzünden. Birkenholz überzeugt durch sein schönes Flammenbild und einen angenehmen Duft, hat aber einen etwas geringeren Heizwert. Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer sind deutlich günstiger, verbrennen jedoch schneller und erzeugen mehr Funkenflug. Für den dauerhaften Heizbetrieb empfehlen Experten eine Mischung aus Hart- und Weichholz, um Kosten und Heizleistung optimal zu balancieren.

Brennholzpreise Tipps: So kaufen Sie günstiger ein

Mit der richtigen Strategie lässt sich beim Brennholzkauf viel Geld sparen. Kaufen Sie Ihr Holz im Frühjahr oder Sommer, wenn die Nachfrage gering ist und die Preise niedriger sind. Größere Mengen sind pro Raummeter günstiger als kleine Abnahmemengen. Wer handwerklich geschickt ist, kann Stammholz oder Meterware kaufen und selbst spalten und lagern – das spart bis zu 50 Prozent gegenüber ofenfertigem Holz. Auch der direkte Bezug vom Forstamt oder von privaten Waldbesitzern ist oft preiswerter als der Kauf im Baumarkt. Vergleichen Sie verschiedene Anbieter und achten Sie auf versteckte Kosten wie Liefergebühren. Manche Forstämter bieten zudem Selbstwerbung an, bei der Sie Holz im Wald selbst schlagen und abtransportieren dürfen.

Wo kann man Brennholz kaufen?

Es gibt verschiedene Bezugsquellen für Brennholz, die sich in Preis und Service unterscheiden. Forstämter und kommunale Forstverwaltungen verkaufen Holz direkt aus dem Wald, oft zu günstigen Konditionen. Private Brennholzhändler bieten meist ofenfertiges Holz mit Lieferservice an, was bequem ist, aber teurer sein kann. Baumärkte und Gartencenter führen ebenfalls Brennholz, allerdings meist in kleineren Mengen und zu höheren Preisen. Landwirte und private Waldbesitzer verkaufen häufig Holz aus eigener Produktion. Online-Marktplätze und regionale Kleinanzeigen können ebenfalls gute Quellen sein, hier ist jedoch Vorsicht geboten: Prüfen Sie die Qualität und Seriosität des Anbieters genau.

Aktuelle Preisspannen und Anbietervergleich

Um Ihnen einen besseren Überblick über die aktuellen Brennholzpreise in Deutschland zu geben, haben wir typische Preisspannen verschiedener Anbieter zusammengestellt. Die Preise beziehen sich auf einen Raummeter ofenfertiges, kamintrockenes Holz.


Anbietertyp Holzart Preisspanne pro Raummeter
Forstamt Buche 70 – 95 Euro
Privater Händler Buche 90 – 120 Euro
Baumarkt Buche 110 – 140 Euro
Forstamt Fichte/Kiefer 50 – 70 Euro
Privater Händler Eiche 100 – 130 Euro
Selbstwerbung Stammholz ungespalten 30 – 50 Euro

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen, die in diesem Artikel genannt werden, basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Unabhängige Recherche wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.

Wie lagert man Brennholz richtig?

Die richtige Lagerung ist entscheidend für die Qualität und den Heizwert Ihres Brennholzes. Frisch geschlagenes Holz muss mindestens ein bis zwei Jahre trocknen, bevor es verbrannt werden kann. Lagern Sie das Holz an einem luftigen, überdachten Ort, idealerweise mit Südausrichtung. Der Untergrund sollte trocken sein, verwenden Sie am besten Paletten oder Kanthölzer als Unterlage. Stapeln Sie das Holz mit ausreichend Abstand zur Wand, damit die Luft zirkulieren kann. Decken Sie nur die Oberseite ab, nicht die Seiten, um Schimmelbildung zu vermeiden. Gut gelagertes Holz erkennen Sie an Rissen in den Scheiten und einem hellen Klang beim Aneinanderschlagen.

Fazit: Informiert kaufen und Geld sparen

Brennholzpreise in Deutschland variieren erheblich je nach Holzart, Bezugsquelle, Region und Jahreszeit. Wer vorausschauend plant, verschiedene Anbieter vergleicht und bereit ist, selbst Hand anzulegen, kann die Kosten deutlich reduzieren. Achten Sie beim Kauf auf Qualität, Trocknungsgrad und versteckte Zusatzkosten. Mit den richtigen Tipps und etwas Planung heizen Sie nicht nur kostengünstig, sondern auch umweltfreundlich und nachhaltig.